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Er ist einer der bekanntesten Poetry Slammer Deutschlands. In seinen Büchern erklärt er uns u.a. dass das Leben keine Waldorfschule ist und warum er Angst vor Frauen hat. Momentan arbeitet Mischa-Sarim Vérollet fleissig an seinem neuen Roman. Wir haben ihn aus seiner Schreibstube gezerrt und in die Keksdose greifen lassen.

Mit welchem Autor würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?

Mit meinem Lieblingsautor PG Wodehouse. Wird aber schwierig, weil er tot ist. Deshalb: Dave Eggers. Zu naheliegend, deshalb nehme ich lieber: Vince Gilligan, den Schöpfer von Breaking Bad.

Welche Romanfigur wärst du gerne?

Die Kunstfigur Mischa-Sarim Vérollet aus meinem Kurzgeschichtenband „Irgendwas mit Menschen“. Der erlebt viel lustigere Sachen als ich.

Hast du einen Lebensplan?

Nur, was meine Berufung, das Schreiben, angeht. Und das sehr grob. Ich halte nichts davon, sich selbst ein Schicksal aufzuerlegen. Man muss Raum lassen für Überraschungen, für das Scheitern, neue Träume. Mein diffuser Lebensplan lautet: Ich hoffe, möglichst lange vom Schreiben leben zu können. Das halte ich für ein Privileg. Bis 30 wollte ich einen Roman geschrieben und veröffentlicht haben. Das hat geklappt. Bis 40 möchte ich ein Drehbuch verfasst haben, das verfilmt wird. Bis 50 möchte ich bei einem Film Regie geführt haben. Und mit 90 möchte ich mich für keines meiner Werke schämen müssen, höchstens ein bisschen amüsiert schmunzeln. Der unmittelbar nächste Punkt auf meinem Plan lautet, meinen neuen Roman fertig zu schreiben und bis zum Sommer an meine Agentur zu schicken.

Welches Buch hättest du gerne geschrieben?

Auch wenn’s arrogant klingt: Ich bin sehr zufrieden, meine eigenen geschrieben zu haben. Ich schätze sehr viele Bücher anderer Autoren, bewundere sie regelrecht dafür, aber es wäre anmaßend zu glauben, dass ich sie besser geschrieben hätte. Ich bin überzeugt, dass die meisten Bücher bei ihren jeweiligen Autoren bestens aufgehoben waren. Worum ich manche Autoren aber durchaus beneide: Ihre Chancen. Es wäre traumhaft, eine Serie für das amerikanische Pay-TV schreiben zu dürfen. Das kommt jetzt auch auf meinen Lebensplan.

Was machst du gegen Schreibblockaden?

Sie zulassen. Ich habe auf die harte Tour gelernt, dass es nichts bringt, mich zum Schreiben zu zwingen. Spüre ich eine Ladehemmung, versuche ich, in der Zeit etwas anderes abzuarbeiten. Generell scheitert es bei mir weniger an den Ideen, als an der Formulierung. Mir fehlen oft einfach die richtigen Worte, das auszudrücken, was in meinem Kopf herumgeistert. Das ist total frustrierend, aber ich weiß mittlerweile, dass ich mir dann einfach eine Pause gönnen muss.

keksdosen fragen an mischa-sarim verolletLieblingsverschwörungstheorie?

Ich las letztens erstmals von dieser lustigen Koinzidenzenliste der Lincoln- und Kennedy-Ermordungen. Alles natürlich völlig haarsträubend, aber sehr unterhaltsam. Beispiel: Bevor Lincoln ermordet wurde, war er in Monroe, Maryland, bevor Kennedy ermordet wurde, war er in Marilyn Monroe. Meine Hassverschwörungstheorie ist die Bielefeld-Verschwörung. Als Bielefelder kann man mittlerweile nur noch verzweifelt den Kopf schütteln darüber, wie hartnäckig sich das hält.

Was ist das peinlichste, das dir jemals passiert ist?

Einen Scheiß werde ich tun, und das hier erzählen. Das hebe ich mir für meine Autobiografie auf.

Piraten oder Ninjas?

Ninjapiraten!!!

Welchen Film hast du so oft gesehen, dass du mitsprechen kannst?

Jerry Maguire, Independence Day und Before Sunrise.

Wenn du eine Zeitmaschine hättest – würdest du lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen?

Da ich es hasse, wenn man in einem Buch die letzte Seite zuerst liest reise ich auf keinen Fall in die Zukunft. Unter Umständen reise ich aber gleich fünf Minuten zurück, um diesen Fragebogen intelligenter zu beantworten.

Ich lese, ich schreibe, ich leuchte mit Wort und Satz.

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