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Heinrich BöllAls offene Kritik an die Medienlandschaft verfolgt Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre von Katharina Blum“ ein modernes Verlangen nach Transparenz und Differenzierung.

Man mag sich darüber streiten können, ob die heutigen etablierten Medien diesem Verlangen mehr oder weniger nachkommen; wichtiger erscheint mir die Lehre aus Blums Geschichte jedoch für unsere eigene Verantwortung als soziale Akteure im Spiel der Öffentlichkeit, die als aktive Produzenten zur allgemeinen Meinungsbildung beitragen. Daher schlage ich dieses großartige deutsche Werk für den nächsten BuchClub vor.

Warum sich Bölls Erzählung noch für den BuchClub eignet

  • Unter all den bisherigen BuchClub-Vorschlägen ist es das einzige deutsche Werk. Warum sollten wir uns immer auf große englischsprachige Autoren beschränken, wenn auch die heimische Küche gut kocht.
  • Wer so dermaßen die Nase voll hat von Hetze und Vorurteilen, wird in diesem Buch eine Achterbahnfahrt der Gefühle machen und kann sich mit Böll gemeinsam über die ZEITUNG, sprich die BILD, aufregen. Als i-Tüpfelchen erhält man etwas Genugtuung davon, dass eben jene Zeitung das Buch überhaupt nicht mochte und verbieten lassen wollte – erfolglos.
  • Es gibt eine sehr zeitgemäße Moral von der Geschichte. Böll selbst sagte dazu: „Die Gewalt von Worten kann manchmal schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen.“ (Heinrich Böll: Interview im Oktober 1974)
  • Es gibt einen wahren Hintergrund zur der Erzählung.
  • Nicht nur politisch ist das Buch interessant, Krimiliebhaber werden einen schönen Nervenkitzel bekommen. Hauptfrage des Krimirätsels ist: Hat die Blum den Journalisten umgebracht oder nicht?
  • Mit knapp über 140 Seiten ist es schnell gelesen.

Stimmt für Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre von Katharina Blum“ und lest das kurze Stück mit uns zusammen. Dann werdet ihr sehen, was für eine grandioses Werk Böll da gelungen ist.

Stimmt ab Sonntag, den 17.7.2016, hier bei uns ab, welches Buch wir mit euch zusammen als nächsten im BuchClub lesen werden.

Nico
Hinter der Vielfalt seines Bücherregals verbirgt sich eine Sympathie für Werke entsprungen aus den Genres Fantasy, Sci-Fi, Horror und Gesellschaftskritik. Als geneigter Leser wandelt Nico zwischen der LitWelt und SchreibWelt. In letzterer tradiert er seine Erfahrungen als Lektor, Autor und Verleger zur Unterstützung aufstrebender Schriftsteller.

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