• 0 Items - 0,00
    • Keine Produkte im Warenkorb.

Blog

karoline_portraet(2)

Die meisten dürften Karoline Herfurth aus dem Leinwandhit „Fack ju Göthe“ kennen. Als  liebenswert-verhuschte Lehrerin Elisabeth Schnabelstedt eroberte sie neben Elyas M’Barek die Herzen des Kinopublikums im Sturm. Doch die Berliner Schauspielerin hat noch viel mehr drauf: Jupiter Award, Grimme-Preis, Bayerischer Filmpreis, Preis der deutschen Filmkritik – es gibt kaum eine Auszeichnung, die sie nicht eingeheimst hat und das alles bevor sie 30 wurde. Ohne Frage, Karoline Herfurth gehört zu den größten Talenten, die wir in Deutschland haben. Was sie neben ihren Rollen in Buchverfilmungen wie „Das Parfüm“, „Der Vorleser“ oder „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ sonst noch so mit Literatur verbindet, erzählt sie hier.

 

Wie viele Bücher besitzt du?

Ogott!! Ich behalte ehrlich gesagt immer nur meine liebsten. Aber ich habe keine Ahnung… 500?

Welches Buch hat dein Leben verändert?

Gute Bücher verändern mein Leben immer, wenn ich sie lese. Einfach, weil sich mein Leben mit einem guten Buch anders anfühlt und sich schöner leben lässt. Ein Buch das mich sehr bewegt hat war „Im Westen Nichts Neues“ von Erich Maria Remarque. „Schuld und Sühne“ von Dostojewski hat mich physisch richtig mitgenommen, wobei es darin auch sehr zähe Stellen gab wie ich finde.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?

Es gibt viele Bücher, die ich sehr mag. Eines der Wichtigsten ist aber immer noch „Die unendliche Geschichte“ und „Momo“ von Michael Ende. Ansonsten habe ich „Middlesex“ von Jeffrey Eugenides sehr gerne gelesen oder liebe die Krimis von Fred Vargas oder die  „Kluftinger“-Krimis. Wichtig war auch „Lean in“ von Sheryl Sandberg, das ich jeder Frau nur empfehlen kann.

Wer ist dein Lieblingsschriftsteller und warum?

Besonders Michael Ende und Erich Kästner liebe ich sehr. Die sind einfach zeitlos. Aber eben auch Fred Vargas, Michael Kobr und Volker Klüpfel oder Ingrid Noll. Ich lese gerne leichte Krimis. Außerdem habe ich gerade von Susanne Scholl „Emma schweigt“ gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. In meiner Jugend habe ich John Irving und Marianne Fredriksson sehr gerne gelesen.

Wonach wählst du ein Buch aus (Cover, Empfehlung etc.)?

Ich probiere ständig neue Bücher aus. Ich liebe es in einen Buchladen zu gehen und komme immer mit einer Tüte neuer Bücher raus. Dabei entscheide ich immer nach der Inhaltsangabe auf der Rückseite. Oft bestelle ich mir aber auch Bücher die ich in den Buchtipps in Zeitschriften gesehen habe. Ich habe vier große Stapel ungelesene Bücher, die ich langsam aber sicher abarbeiten will. Allerdings wachsen sie schneller als ich lese… Meine absolute Lieblingsbeschäftigung momentan ist es, die Kluftinger-Krimis als Hörbuch zu hören und dabei ein 1000-Teile-Puzzle zu puzzeln. Ich komme deshalb regelmäßig zu spät in´s Bett..

Welches Buch hast du mehr als 1 Mal gelesen? Inwiefern war das zweite Lesen anders?

Die unendliche Geschichte habe ich mehr als drei Mal gelesen, bzw. vorgelesen bekommen. Ich finde je nach Lebensabschnitt ist sie eine ganz neue Geschichte, da sich der Inhalt mit der wachsenden Lebenserfahrung des Lesers ganz neu liest.

An welchem Buch bist du kläglich gescheitert und warum?

Ehrlich gesagt kann ich endlich auch Bücher weglegen. Früher habe ich mich immer durch jedes Buch durchgequält. Aber je weniger Zeit man zum Lesen hat desto weniger hält man sich mit Büchern auf, die einen nicht einfangen. Gescheitert bin ich an den „Buddenbrooks“. Ich habe es zwei Mal versucht und bin nicht weiter gekommen. Ich hoffe, ich komme noch mal dazu. Auch „Der Untertan“ und „Narziss und Goldmund“ will ich jetzt endlich mal lesen.

Wenn du die Augen schließt – Welche Buch-Szene kommt dir in den Sinn?

Immer wie Bastian Balthasar Bux die kindliche Kaiserin erreicht. Und wie Kluftinger die Hotelgäste in „Rauhnacht“ um sich versammelt, um den Mord aufzuklären, weil an der Stelle hat der Akku von meinem Laptop schlapp gemacht was ich als „Du-musst-in´s-Bett“-Warnung verstanden habe. Und da mache ich jetzt weiter.

 

 

© Foto: Mathias Bothor

Anja
Auf Anjas Speisekarte stehen überwiegend alte Schinken aus vergangenen Jahrhunderten: gut abgehangen, manchmal etwas zäh, doch immer eine vollmundige Angelegenheit. Dazu gönnt sie sich ab und zu ausgesuchte Tropfen der aktuellen Literaturlese: mal trocken-humorig, mal feinherb-gesellschaftskritisch. In ihrer Rubrik Litopian Life geht es um alles, was das Leben als Büchernarr (noch) schöner macht. Manchmal schauen hier auch prominente Bücherfreunde vorbei um von ihren Reisen durch das bunte Universum der Literatur zu berichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.