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Snow Crash
Wenn du die Designerdroge Snow Crash nimmst, siehst du nur weißes Rauschen.

Für die Welt seines Romans „Snow Crash“ hat sich Neal Stephenson bei ökonomischen Theorien und politischen Philosophien bedient. Der amerikanische Staat einer nicht allzu fernen Zukunft, seine Institutionen und Aufgabenbereiche sind in seinem Werk vollständig privatisiert. Das öffentliche Recht wurde durch eine Privatrechtsordnung abgelöst, bei der jeder mit jedem Verträge abschließen kann, ohne dass diese durch staatliche Regelungen eingeschränkt werden. Erschreckendes Beispiel ist der Arbeitsvertrag eines Pizzaboten, der vorsieht, dass der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber getötet werden darf, sollte die Pizza nicht innerhalb von 30 Minuten ausgeliefert werden. Darüber hinaus bringt dieser uneingeschränkte Kapitalismus eine extreme soziale Ungleichheit und Hyperinflation hervor.

Als das Buch 1992 erschien, steckte das Internet, wie wir es kennen, noch in den Kinderschuhen. Doch Stephenson erkannte schon damals das Potential und beschreibt in seinem Metaversum, was erst Jahre später im Internet möglich wurde – eine Art virtuelle Realität. Der Roman etablierte dabei den Begriff „Avatar“ für ein Bild oder eine virtuelle Figur im Internet, und lieferte weitere maßgebliche Ideen, die später wirklich umgesetzt wurden.

Im Zentrum der Geschichte steht die Hauptperson Hiro Protagonist, der seinen Lebensunterhalt als Pizzabote, Hacker und Informationssammler verdient. Als sein bester Freund und viele wichtige Persönlichkeiten des Metaversums durch die neue Designerdroge Snow Crash sterben, begibt sich Hiro auf die Suche nach Antworten und stößt auf eine groß angelegte Verschwörung. Dabei verknüpft er geschickt historische Mythen aus dem alten Mesopotamien mit einer postmodernen Zivilisation, die am Rande des Zusammenbruchs steht.

Svea
Neben der Welt der Literatur ist sie auch im digitalen Zeitalter zu Hause. Auf der heimischen Couch bevorzugt Svea den Klassiker aus Papier, unterwegs greift sie nach aktuellen Krimis im E-Book-Format. Doch auch den neuesten Blockbuster im Kino gilt es nicht zu verpassen. In der Rubrik CineLit vereint sie beide Welten.

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