Letztendlich sind wir dem Universum egal

Seit dem 31. Mai 2018 läuft die Verfilmung von David Levithans Bestseller „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ in den deutschen Kinos. Ich habe Buch und Film für dich verglichen und verrate dir, was mir besser gefallen hat!

Worum geht es?

Letztendlich sind wir dem Universum egalA ist kein normaler Teeanger, denn A erwacht jeden Tag in einem anderen Körper. Mal als Junge, mal als Mädchen, mal als Transgender, mal als Blinder, mal als Depressive. Normalerweise versucht der Gestaltenwandler, im Leben seines Gastgebers nichts zu verändern und den Tag für die Person ganz normal zu führen. Als A jedoch im Körper von Justin aufwacht und dessen feste Freundin Rhiannon kennenlernt, wirft A alle Prinzipien über Bord und gibt alles, um ihr nah sein zu dürfen. Nach anfänglicher Skepsis von Rhiannon verlieben sich beide ineinander. Aber wie soll ihre junge Liebe funktionieren, wenn A jeden Tag ein anderer Mensch ist?

“I notice you, I want to say. Even when no one else does, I do. I will.”

Film versus Buch: Das sind die Unterschiede

Während man im Buch die komplette Handlung aus der Sicht von A geschildert bekommt, nimmt man im Film eher eine neutralere Perspektive ein. So musste nicht aufwendig mit einer wechselnden Offstimme für A gearbeitet werden und man kann sich auf Rhiannon und A in gleicher Weise konzentrieren. Das hat mir sehr gefallen. Leider kamen der Handlungsstrang rund um Nathan und As damit verbundene Identitätskrise etwas zu kurz. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass A und Rhiannon wesentlich schneller und unproblematischer ein Paar wurden als im Buch. Im Roman hat man stärker gemerkt, dass Rhiannon mit sich und der Beziehung hadert und auch Probleme damit hat, sich zu A hingezogen zu fühlen, wenn A in einem Körper steckt, der ihr nicht so zusagt. Clever fand ich, dass A im Film einen eigenen Instagram-Account zur Erinnerung führt. Im Buch hinterlässt er sich stattdessen nur E-Mails in Tagebuch-Form. Da merkt man, wie viel sich technologisch vom Erscheinungsjahr des Buches 2012 bis heute getan hat.

Generell bin ich vor allem von der Idee der Story begeistert. Sowohl die Verfilmung als auch der Roman machen deutlich, dass Liebe nicht am Aussehen oder am Geschlecht des Partners festgemacht werden sollte. Rhiannon kennt nur As Persönlichkeit und hat sich auch genau in diese verliebt – welch schöne Message für einen Young-Adult-Roman.

Fazit: Was ist besser?

Ich kann sowohl den Film als auch das Buch empfehlen. Tatsächlich besitzt das Buch aus meiner Sicht noch etwas mehr Tiefe, da man einerseits die Handlung aus der Perspektive von A erlebt und auch einige spannende Episoden aus dem Buch es leider nicht in den Film geschafft haben. Trotzdem hat der Film den Roman sehr gut umgesetzt und die Besetzung konnte mich voll überzeugen. Ich spreche also für Buch und Film meine klare Empfehlung aus!

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