Warum ich „Mein Herz in zwei Welten“ furchtbar finde

Wieder ein Jojo Moyes Buch in der Bestseller-Liste. Nachdem ich mit „Im Schatten das Licht“ schon meine Probleme hatte, hat auch „Mein Herz in zwei Welten“ mich nicht wirklich überzeugt. Was mich an dem dritten Roman rund um Louisa Clark so gestört hat, verrate ich hier.

Mein Herz in zwei Welten (Lou, Band 3)Worum geht es?

Louisa Clark wagt den Sprung aus der englischen Kleinstadt ins wilde und aufregende New York. Als persönliche Begleiterin einer reichen jungen Frau versucht sie ihr Glück im Big Apple. Dabei versucht sie ihre Fernbeziehung aufrecht zu erhalten und in der neuen Luxuswelt zurecht zu kommen, in der ihre Arbeitgeberin mit ihrem Ehemann lebt.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Für Jojo Moyes-Fans, die auch eine schlechte Story nicht vom Kauf abhält.

Lesen oder liegen lassen?

Liegen lassen! Die Geschichte las sich leider wie ein schon hundertmal dagewesenes Frauenroman-Klischee. Die Handlung war durchweg vorhersehbar und vor allem eines: belanglos. Man muss dazu wissen, dass ich „Ein ganzes halbes Jahr“ ziemlich gut fand. Sicherlich hat das Buch nicht mein Leben verändert, aber die Geschichte wirkte originell und einfühlsam erzählt. „Ein ganz neues Leben“ (also Teil 2 der Trilogie) empfand ich dagegen als super konstruiert und übertrieben dramatisch. Trotzdem konnte ich die Entscheidung, zu zeigen, wie Louisa trauert, noch halbwegs nachvollziehen.

„Mein Herz in zwei Welten“ erzählt, meiner Meinung nach, eine Geschichte, die kein Leser wissen muss. In diesem neuen Band lebt Louisa, die mich überproportional oft an Bridget Jones erinnert hat, einfach nur ihr Leben weiter. Zwar in New York, aber sonst ist da nichts, dass ich wirklich außergewöhnlich, aufregend oder in irgendeiner Form erzählenswert gefunden hätte. Sie hat einen neuen Freund, macht sich Sorgen, ob er sie betrügt, bandelt selbst mit einem anderen Kerl (der selbstverständlich genauso aussieht wie der verstorbene Will Traynor) an. Sie hat Anfangsschwierigkeiten in ihrem neuen Job, pendelt sich aber gut ein, dann wird sie gekündigt, findet einen neuen Job – und ich als Leser denke mir nur: Schnarch. Moyes liefert hier Lesestoff, der leider am Ende nur wie schlechte Fan Fiction wirkt.

Es gab nur wenige Momente in der Geschichte, die ich tatsächlich nicht belanglos fand. Ich fand es zum Beispiel gut, wie Louisa sich liebevoll um eine ältere Dame kümmert und mochte auch vor allem die Dynamik zwischen beiden Frauen. Außerdem gefiel mir die Idee, dass Louisa aus ihrem eigenwilligen Modegeschmack ein eigenes Business macht. Doch alles in allem, wurde ich den Verdacht nie ganz los, dass Madame Moyes hier einfach nur die Cashcow melkt, statt eine bewegende Geschichte zu erzählen.

Was denkt ihr über „Mein Herz in zwei Welten“? Ist euch meine Rezension zu kritisch oder spreche ich euch aus der Seele? Diskutiert gerne mit mir in den Kommentaren.

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