Buchgeschenke für eine bessere Welt: Maya Angelou

Litopianer aller Länder, VEREINIGT EUCH.

POWER TO THE PEOPLE who read.

Make HUMANITY great again.

YES, WE CAN.

Was wir tun wollen

Am Freitag haben wir uns angesichts der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu einer spontanen Buchaktion entschlossen. Bücher verschenkt haben wir ja schon des öfteren, diesmal steht jedoch der Gedanke des friedlichen Miteinanders, der Toleranz und der Solidarität besonders im Fokus. Natürlich hoffen wir auch, mit dem ein oder anderen Buch über Missstände und Ungerechtigkeiten aufzuklären, zum Nachdenken anzuregen und verantwortungsvolles Handeln zu inspirieren.

Was Ihr tun könnt

Wir werden jedes Buch, das wir irgendwo hinterlegen, auf unserer Seite vorstellen. Wir freuen uns über Meinungen, Erfahrungsberichte und Diskussionen, aber auch über Vorschläge zu weiteren Buchkandidaten, die die Welt ein klein wenig besser machen könnten. Vielleicht werdet ihr ja sogar selbst aktiv und verschenkt ein Buch eurer Wahl. Dann würden wir uns natürlich sehr über ein Foto und ein paar Zeilen freuen. Wer nicht kommentieren möchte, kann uns gerne per Mail schreiben (info@litopian.net).

Womit wir anfangen Wie am Freitag bereits erwähnt, haben wir uns von Emma Watson und ihrer Buchaktion in der New Yorker U-Bahn inspirieren lassen.

Dass die Schauspielerin und Aktivistin ausgerechnet Maya Angelou als Reaktion auf Trumps Wahlsieg auserkoren hat, ist sicher kein Zufall. Bei uns weitesgehend unbekannt, ist die afroamerikanische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin in den USA auch nach ihrem Tod 2014 immer noch eine der wichtigsten Stimmen für Gleichberechtigung und Toleranz. Bei der feierlichen Amtseinsetzungszeremonie von Bill Clinton 1993 trug sie ihr Gedicht „ON THE PULSE OF MORNING“ vor und beschrieb die Entstehungsgeschichte damals mit den Worten:

In my work, in everything I do, I mean to say that we human beings are more alike than we are unalike, and to use that statement to break down the walls we set between ourselves because we are different.

Und nachdem Obama 2008 ins „Weiße Haus“ eingezogen war, äußerte die damals 80jährige sich optimistisch:

For America, it’s an indication that we may at last be growing up, growing beyond racism, sexism, ageism and all those other ignorances.

Man muss kein Hellseher sein um zu erraten, wie sie die aktuellen Ereignisse kommentieren würde.

Maya Angelou hat nicht nur ein Leben gelebt, sondern dutzende. Sie war die erste afroamerikanische Straßenbahnschaffnerin, sie war Kellnerin, Sängerin, Tänzerin, Köchin, Madam, Universitätsdozentin, Journalistin, Schauspielerin, Talk-Show-Moderatorin und Grammy-Gewinnerin in der Kategorie „Spoken Word“. Sie kannte Nelson Mandela persönlich und war sowohl mit Martin Luther King als auch mit Malcolm X befreundet. Für ihr politisches Engagement erhielt sie 2010 die „Freiheitsmedaille des Präsidenten“, eine der beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der USA.

I Know Why the Caged Bird SingsIhr Leben als Frau mit dunkler Hautfarbe, ihren Kampf um Gerechtigkeit, ihre Suche nach Selbstbestimmung – das alles findet sich nicht nur in ihren Gedichten wieder, sondern auch in den insgesamt sieben Bänden ihrer Autobiographie. Emma Watson hat „Mom and Me and Mom“ – den letzten Band der Reihe – ausgewählt. Wir haben uns mit „I Know Why the Caged Bird Sings“ für den Auftakt der Serie entschieden. Hier erfahrt ihr, wie alles begann: In welche Verhältnisse Maya Angelou hineingeboren wurde, welche traumatischen Ereignisse ihre Kindheit prägten, welche Menschen ihr dabei halfen, das Trauma zu überwinden und welche Rolle Bücher und Poesie dabei gespielt haben.

Neugierig geworden?

Dann bleibt dran. Am Mittwoch erfahrt ihr, an welchem Ort wir unser erstes „Buchgeschenk für eine bessere Welt“ hinterlassen werden.

Schreibe einen Kommentar

*